Website-Texte schreiben, die Kunden überzeugen
Die meisten Website-Texte reden über den Betrieb statt mit dem Kunden. Mit diesen Tipps schreiben Sie Texte, die gelesen werden – und Anfragen bringen.
Die meisten Website-Texte haben dasselbe Problem: Sie reden über den Betrieb statt mit dem Kunden. „Wir sind ein innovatives Unternehmen mit langjähriger Erfahrung“ – solche Sätze stehen tausendfach im Netz, und niemand liest sie zu Ende. Dabei ist gutes Schreiben fürs Web kein Talent, sondern Handwerk mit klaren Regeln. Die wichtigsten davon lernen Sie in den nächsten Minuten.
Regel eins: Der Leser fragt „Was habe ich davon?“
Menschen kommen mit einem Anliegen auf Ihre Website: Sie haben ein Problem und suchen jemanden, der es löst. Jeder Text sollte deshalb aus der Kundenperspektive beginnen. Nicht „Wir bieten Badsanierung aus einer Hand“, sondern „Ihr neues Bad – geplant, gebaut und fertig, während Sie sich um nichts kümmern müssen.“ Der Inhalt ist derselbe, die Richtung eine andere. Ein einfacher Test: Zählen Sie in Ihrem Text die Wörter „wir“ und „Sie“. Gewinnt das „Wir“ deutlich, schreiben Sie eine Selbstbeschreibung, keine Kundenansprache.
Regel zwei: Konkret schlägt geschwollen
„Höchste Qualitätsstandards“ kann jeder behaupten. „Wir verlegen ausschließlich Parkett mit 25 Jahren Garantie und räumen abends die Baustelle besenrein“ kann nur behaupten, wer es tut – und genau deshalb wirkt es. Ersetzen Sie Werbefloskeln durch überprüfbare Aussagen: Zahlen, Abläufe, Beispiele, Zeiträume. Konkrete Texte sind glaubwürdig, und glaubwürdig verkauft. Nebenbei sind sie auch das, was Suchmaschinen als Substanz erkennen; wie eng gute Texte und Auffindbarkeit zusammenhängen, zeigt unsere Seite zur SEO-Optimierung.
Regel drei: Schreiben Sie, wie Sie sprechen
Viele Betriebe verfallen am Schreibtisch in ein steifes Amtsdeutsch, das sie am Telefon nie benutzen würden. Dabei ist Ihre Alltagssprache Ihr größter Vorteil: Sie erklären Kunden seit Jahren verständlich, was Sie tun – schreiben Sie genau so. Ein bewährter Trick: Diktieren Sie den Text, als würden Sie einem Kunden am Tresen antworten, und glätten Sie ihn danach nur leicht. Kurze Sätze, aktive Formulierungen, Fachbegriffe nur mit Erklärung. Wenn Ihre Stammkundin den Text versteht, ist er gut.
Regel vier: Struktur ist die halbe Miete
Im Netz wird nicht gelesen, sondern gescannt. Besucher überfliegen Überschriften und bleiben hängen, wo es sie betrifft. Helfen Sie ihnen dabei: aussagekräftige Zwischenüberschriften (nicht „Unsere Leistungen“, sondern „Vom Aufmaß bis zur Endreinigung: so läuft Ihr Projekt“), kurze Absätze mit je einem Gedanken, wichtige Aussagen an den Anfang. Und jede Seite endet mit einem klaren nächsten Schritt – anrufen, anfragen, Termin vereinbaren. Ein Text ohne Handlungsaufforderung ist eine Sackgasse.
Die häufigste Textfalle: alles auf einmal sagen wollen
Aus Angst, etwas zu vergessen, packen viele Betriebe jede Leistung, jede Zertifizierung und die halbe Firmengeschichte auf die Startseite. Das Ergebnis: Der Leser findet nichts, weil alles da ist. Besser: eine Seite, eine Botschaft. Die Startseite gibt den Überblick und verteilt, jede Leistung bekommt ihre eigene Seite mit eigener Tiefe. Das liest sich besser – und wird nebenbei deutlich besser gefunden.
Selbst schreiben oder schreiben lassen?
Beides ist legitim. Wer Zeit und Lust hat, kommt mit den Regeln oben zu ordentlichen Texten – Sie kennen Ihren Betrieb schließlich am besten. Die ehrliche Erfahrung aus vielen Projekten ist allerdings: Texte sind der häufigste Grund, warum Website-Projekte monatelang liegen bleiben. Zwischen „mach ich am Wochenende“ und der fertigen Leistungsseite vergehen oft Monate. Wenn Sie sich davon freikaufen möchten: In unserem Premium-Paket übernehmen wir die Texterstellung komplett – Sie liefern Ihr Wissen im Gespräch, wir machen Texte daraus, die nach Ihnen klingen. In Ihrer Sprache, ohne Floskeln, mit allem, was dieser Artikel predigt. Versprochen.
Der Feinschliff: fünf schnelle Prüfungen vor dem Veröffentlichen
1. Der Vorlese-Test. Lesen Sie den Text laut. Wo Sie stolpern, stolpert auch der Leser – umformulieren, bis es flüssig klingt.
2. Die Wir-Sie-Zählung. Einmal durchzählen: Steht „wir“ deutlich häufiger als „Sie“, dreht der Text sich um Sie statt um den Kunden. Absätze umdrehen, bis das Verhältnis kippt.
3. Die Floskel-Suche. Suchen Sie im Text nach den üblichen Verdächtigen: „innovativ“, „kompetent“, „maßgeschneidert“, „langjährige Erfahrung“, „Qualität“. Jede Fundstelle entweder durch etwas Konkretes ersetzen oder ersatzlos streichen.
4. Der Erste-Zeile-Check. Würde die erste Zeile jeder Seite jemanden zum Weiterlesen bringen, der es eilig hat? Wenn nicht: Die stärkste Aussage nach vorn.
5. Der Fremdleser. Geben Sie den Text jemandem, der Ihren Betrieb nicht kennt. Eine einzige ehrliche Rückmeldung findet mehr Schwächen als drei eigene Durchgänge – Betriebsblindheit gilt auch für Texte.
Wer diese fünf Prüfungen ernst nimmt, hebt jeden Text spürbar an – ganz ohne Schreibtalent. Und falls zwischen Anspruch und Kalender doch der Alltag gewinnt: Sie wissen ja, wo Sie uns finden. Texte schreiben, die nach dem Betrieb klingen und trotzdem verkaufen, ist unser tägliches Handwerk.
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