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Was kostet eine Website? Ehrliche Zahlen statt Lockangebote

Von 0 bis 20.000 Euro ist am Markt alles zu haben. Wir sortieren die Preisspannen, erklären die versteckten Kosten – und woran Sie ein faires Angebot erkennen.

Kaum eine Frage hören wir öfter – und kaum eine wird am Markt nebulöser beantwortet. Die ehrliche Antwort vorweg: Eine Website kostet zwischen null und mehreren zehntausend Euro, und beide Enden der Skala haben ihre Berechtigung. Entscheidend ist, dass Sie verstehen, wofür Sie an welcher Stelle bezahlen. Genau dabei hilft dieser Artikel.

Die Preisspannen am Markt – nüchtern sortiert

0 bis 30 Euro im Monat: der Baukasten. Anbieter wie Wix oder Jimdo lassen Sie selbst bauen. Die Software kostet wenig, Ihre Zeit dafür umso mehr – rechnen Sie ehrlich mit vielen Abenden. Das Ergebnis ist funktional, aber selten schnell, selten wirklich individuell und in der Suchmaschinenoptimierung eingeschränkt. Und: Sie mieten. Kündigen Sie den Baukasten, ist die Website weg.

300 bis 800 Euro: der Bekannte, der „sowas macht“. Der Neffe, der Kollege, der Feierabend-Webdesigner. Kann gut gehen, oft wird daraus aber eine Dauerbaustelle: Der Hobby-Ersteller hat irgendwann keine Zeit mehr, Zugänge liegen verstreut, und bei Problemen sind Sie allein. Der niedrige Preis ist real – das Risiko auch.

1.000 bis 3.000 Euro: die professionelle Betriebs-Website. In dieser Spanne arbeiten spezialisierte kleine Agenturen und erfahrene Freelancer. Dafür bekommen Sie ein individuelles Design, saubere Technik, mobile Optimierung, rechtliche Pflichtseiten und die Grundlagen der Auffindbarkeit. Unsere Agentenpakete liegen mit 999 bis 1.499 Euro netto bewusst am unteren Rand dieser Spanne – möglich durch schlanke Strukturen und erprobte Abläufe, nicht durch Abstriche.

5.000 Euro und aufwärts: das Großprojekt. Umfangreiche Firmenauftritte, Portale, Shops mit Warenwirtschaft, mehrsprachige Seiten. Hier sind höhere Preise gerechtfertigt – durch echten Mehraufwand, nicht durch schickere Präsentationen.

Die versteckten Kosten, nach denen Sie fragen sollten

Der Kaufpreis ist nur die halbe Wahrheit. Fragen Sie bei jedem Angebot nach: Was kosten Domain und Hosting im Jahr (üblich: 50 bis 150 Euro)? Fallen laufende Lizenzkosten für Baukasten, Plugins oder Themes an? Was kostet eine spätere Änderung – gibt es einen Stundensatz oder eine Pauschale? Und die wichtigste Frage: Wem gehört die Website am Ende? Wenn Dateien, Domain und Zugänge nicht vollständig Ihnen gehören, kaufen Sie keine Website, sondern ein Abo mit Ausstiegshürde.

Woran Sie ein faires Angebot erkennen

Drei einfache Prüfsteine. Erstens: Der Preis steht fest, bevor die Arbeit beginnt – als Festpreis mit klar beschriebenem Umfang, nicht als Schätzung mit Sternchen. Zweitens: Das Angebot benennt, was nicht enthalten ist. Seriöse Anbieter grenzen ab; unseriöse lassen bewusst offen, was später extra kostet. Drittens: Man erklärt Ihnen verständlich, wofür Sie bezahlen. Wer nur mit Fachbegriffen wedelt, will meist verhindern, dass Sie vergleichen können.

Und ein Prüfstein in eigener Sache: Fragen Sie nach der Sichtbarkeit. Eine Website, die technisch nicht für Suchmaschinen gebaut ist, muss später teuer nachgerüstet werden. Ob die Grundlagen – saubere Struktur, Metadaten, Ladezeit, strukturierte Daten – im Preis stecken, unterscheidet ein gutes Angebot von einem billigen. Was dahintersteckt, erklären wir ausführlich auf unserer Seite zur SEO-Optimierung.

Die eigentliche Rechnung: Kosten gegen Wirkung

Zum Schluss die Rechnung, die wirklich zählt. Eine Website ist keine Ausgabe, sondern eine Anschaffung – vergleichbar mit einer Maschine oder einem Fahrzeug. Die Frage ist nicht „Was kostet sie?“, sondern „Was bringt sie ein?“. Ein Handwerksbetrieb, der über seine Website zwei zusätzliche Aufträge im Monat gewinnt, hat eine Website für 1.200 Euro nach wenigen Wochen wieder eingespielt – und sie arbeitet danach jahrelang weiter. Umgekehrt ist die billigste Website zu teuer, wenn sie niemand findet und niemand ihr vertraut.

Unser Rat deshalb: Kaufen Sie nicht die günstigste und nicht die teuerste Lösung, sondern die passende. Für die meisten Betriebe in der Region liegt sie zwischen 1.000 und 1.500 Euro – professionell gebaut, auffindbar und ohne laufende Überraschungen. Wenn Sie wissen möchten, was für Ihren Betrieb angemessen ist: Ein kurzes Gespräch klärt das meist in zwanzig Minuten, kostenlos und ohne Verkaufsdruck.

Häufige Zusatzfragen zu den Kosten

Ist die Website steuerlich absetzbar? Als betriebliche Anschaffung in aller Regel ja – wie genau (sofort oder über Abschreibung), klärt Ihr Steuerberater in fünf Minuten. Faktisch reduziert das die tatsächliche Belastung noch einmal spürbar.

Wie lange hält eine Website? Technisch gebaut wie beschrieben: fünf bis acht Jahre, bevor eine größere Überarbeitung ansteht. Inhaltlich sollte sie natürlich laufend aktuell bleiben – veraltete Angaben kosten mehr Vertrauen als ein etwas älteres Design. Wer die Lebensdauer in die Rechnung einbezieht, landet bei einer guten Betriebs-Website oft bei unter zwanzig Euro im Monat, über die Nutzungsdauer gerechnet. Das relativiert manche Preisdiskussion.

Und was kostet der Betrieb laufend? Realistisch: Domain und Hosting um die 100 bis 150 Euro im Jahr, dazu optional eine Wartungspauschale, wenn Sie Pflege und Sicherheit abgeben möchten. Mehr laufende Kosten braucht eine sauber gebaute Website nicht – Vorsicht bei Angeboten, die mit niedrigem Einstiegspreis locken und die eigentliche Rechnung in Monatsraten verstecken. Rechnen Sie solche Modelle immer auf drei Jahre hoch, dann zeigt sich der wahre Preis. Und wenn Sie zwei Angebote vergleichen wollen: Schicken Sie uns ruhig beide. Wir sagen Ihnen ehrlich, wo die Unterschiede liegen – auch wenn am Ende der Wettbewerber gewinnt.

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